14.3.2006

PCs als Monitore

Diese Monitore der SBB mit den Abfahrtszeiten sind in Wirklichkeit PCs, glaube ich. Und darum haben sie natürlich auch gern mal Treiber- oder sonstige Probleme. Heute morgen in St. Gallen hatte einer über Nacht die richtige Auflösung verloren und zeigte nur noch mit dem Default an, 1024 x 1768 oder so, statt irgendwas grösserem und breiterem:



Bei den Monitoren für die Abflüge und Ankünfte in Kloten ist es genauso. Letztens war mal einer abgestürzt, aber er bootete sofort brav neu. Windows XP Professional wird gestartet, dann der Windows-Desktop, dann irgendein Grafiktool im Autostart, das die Anzeige um 90° drehte und verbreiterte, dann das Starten der Anzeige-Applikation und das Laden der Daten. Sehr hübsch, leider hatte ich die Digicam nicht dabei.

Als Laie wundert man sich etwas, warum die Leute komplette PCs dort aufhängen, wo es doch eigentlich nur ein Display braucht. Vor zehn Jahren hat man doch vermutlich irgendwo ein zentrales Signal generiert und dann einfach das übertragen. Und die PC-Lösung ist vermutlich flexibler, besser für die Datenauslieferung, besser fernwartbar oder irgendsowas. Und ausserdem waren wahrscheinlich die Screens vor ein paar Jahren so teuer, dass die 1000.- für das PC-Modul ist es auch nicht mehr machten.

Kommentare

leo - leo.buettiker [at] gmx.ch - http://leo.buettiker.org
2006-03-14 08:46:01

Nö vermutlich anders rum. Irgend ein spezielles Gerät zum anzeigen eines Signals ist vermutlich einiges teurer, komplizierter und bandbreiten hungriger als ein Standard(-Industrie)-PC. So einfach ist das!

Peter Hogenkamp
2006-03-14 08:49:55

OK. Interessant. Ich dachte, es wäre einfach Komplexitätsreduktion: Ich schliesse lieber alles an ein IP-Netz an als sternförmig quasi ein Fernsehkabel mit genau einem Signal in alle Ecken zu ziehen. Aber dass solche Monitore auch teurer und sogar bandbreitenhungriger sind, wusste ich nicht.

Marcel - marcel [at] marchon.org - http://marcel.marchon.org
2006-03-14 17:50:34

Da kommt mir grad in den Sinn - hat zwar total keinen Bezug zu dem hier, aber trotzdem irgendwie lustig (oder eher traurig?). Letzthin war ich hier auf der Bank um ein Konto zu eroeffnen. Und was glaubt Ihr hatte die Dame fuer ein Betriebssystem auf ihrem Bank-PC? OS/2!!! Haette auch nie gedacht, dass ich das je noch irgendwo sehe ... Und dann musste sie mir noch das Online-Banking demonstrieren - als Browser hatte sie natuerlich nur so irgendein uralt-Netscape, das dauernd abstuerzt ... Du meine Guete ... ;-)

Marcel - marcel [at] marchon.org - http://marcel.marchon.org
2006-03-14 17:53:31

Und nun noch zum thema - einen besonders leistungsfaehigen Computer braucht es dazu ja wohl nicht. Und Festplatte braucht das teil auch keine, denke ich. Kann also nicht allzu teuer sein. Schaetze der PC, der da drin steckt, kostet kaum mehr als 500 Fr., wenn nicht weniger.

Lustig fand ich auch (schon ein paarmal passiert), wenn im Flieger (war ein A340 glaub ich) mal wieder das Entertainment-System abstuerzt und man dann zugucken kann, wie das Linux bootet ... Oder wenn so ein Display-dings abstuerzt und man einen Bluescreen zu sehen kriegt.

Marco
2008-03-08 15:13:55

Hallo zusammen!
Von meiner Arbeit bei den SBB weiss ich, dass es sich bei den Abfahrtsanzeigen tatsächlich nur um LCD-Bildschirme handelt. Vor kurzem wurde das Design der Anzeige etwas verändert (fällt kaum auf). Beim Update zeigte sich obenstehendes Bild.
Wenn diese Kisten schon bei uns zu Hause nicht richtig funktionieren, wieso sollten sie das bei derartigen Unternehmen tun? Das Bedürfnis nach Kundeninformation ist heutzutage riesig. Der Einsatz solcher Geräte ist nahezug unumgänglich...
Dennoch, witziger Beitrag =)

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