13.4.2007

User Education – so geht’s

Hast nen iPod? Cooool. Hab ich die letzten Jahre immer öfter gehört. Diejenigen, die das sagen, kriegen dabei richtig leuchtende Augen. Seit zwei Wochen bin ich nun auch stolze Besitzerin eines iPods, des vielgelobten Usability-Wunders für mehr Musik im Leben.

Apple macht mit seinem Produkt aber noch mehr richtig als die Usability des Geräts zu optimieren - sie optimieren die Customer Experience auch nach dem Kauf - durch User Education.

Kurz und jeweils dort, wo man es braucht, helfen sie bei den ersten Schritten:

Schon beim Auspacken gibts Anleitung, was wo zu finden ist.

Schachtel iPod

 

 

Und die Folien-Verpackung des Geräts selbst wird zur ersten Einführung ins Gerät genutzt:

 

 

Rückseite iPod in Originalverpackung

 

 

Kein gedrucktes Handbuch, aber eine scannbare Flyer-Anleitung liegt bei - prima von der Idee, den iPod als "einfach" darzustellen. Die Anleitung selbst kommt etwas nüchtern im Vergleich zur sonstigen Bildsprache daher, aber immerhin ist sie etwas illustriert (in Usertests zeigts sich einfach immer, dass gerade bei Inbetriebnahme von Geräten fotorealistische Darstellungen dem User das Handeln erleichtern, aber bei zwei möglichen Anschlüssen am Gerät kann man das noch verschmerzen ;-).

 

 

Kurzanleitung iPod

 

 

Wett machen sie das mit dosierter User Education über die Menüs: In den ersten Tagen mit iPod erfahre ich dort portionsweise mehr über die Features: z.B. was eine «On the Go»-Liste ist und wie ich sie benutze:

 

 

Rückseite iPod in Originalverpackung

 

 

Dieses Prinzip ziehen sie auch an der Software-Schnittstelle zur iTunes-Bibliothek durch:

 

 

Hilfetext in Tunes

 

 

Fazit: Apple gibt sich offensichtlich auch in der "Post Sales"-Phase Mühe, den Kunden für den iPod zu begeistern - das haben wir auch schon anders gesehen. Das macht bestimmt einen Teil des "Augenleuchten"-Effekts aus. Bei mir sicher schon.

 

 

13.4.2007 um 17:32 von Ina Hedwiger
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07.2.2007

Das Ende der Sympathie

Das Mail der Woche habe ich heute von der CI/CD-Abteilung eines Kunden erhalten.
Wir erstellen für diesen Kunden gerade eine Bedienungsanleitung für ein Gerät. Diese Anleitung soll den technologiescheuen Endkunden dazu befähigen, das komplizierte Gerät in Betrieb zu nehmen. Um ihm die Angst vor der Technik ein bisschen zu nehmen, wollten wir das Gerät möglichst "sympathisch und nicht technisch" darstellen, sprich fotorealistisch statt in schwarz-weiss-Strichzeichnungen.

Das Feedback der Corporate Design Sheriffs: "Die Sympathiephase für ein Produkt (pre-sales) ist mit dem Kauf abgeschlossen."

Tja, wenn das so ist, lässt sich ja wohl nicht viel machen. Geld her und dann - husch ab nach Hause verzweifeln gehen.

Aber keine Angst, liebe Endkunden, wir geben uns weiterhin sehr viel Mühe, euch benutzerfreundliche Bedienungsanleitungen zu erstellen - und streiten uns in eurem Namen mit obgenannten Menschen.

07.2.2007 um 10:34 von Angie Born
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14.3.2006

PCs als Monitore

Diese Monitore der SBB mit den Abfahrtszeiten sind in Wirklichkeit PCs, glaube ich. Und darum haben sie natürlich auch gern mal Treiber- oder sonstige Probleme. Heute morgen in St. Gallen hatte einer über Nacht die richtige Auflösung verloren und zeigte nur noch mit dem Default an, 1024 x 1768 oder so, statt irgendwas grösserem und breiterem:



Bei den Monitoren für die Abflüge und Ankünfte in Kloten ist es genauso. Letztens war mal einer abgestürzt, aber er bootete sofort brav neu. Windows XP Professional wird gestartet, dann der Windows-Desktop, dann irgendein Grafiktool im Autostart, das die Anzeige um 90° drehte und verbreiterte, dann das Starten der Anzeige-Applikation und das Laden der Daten. Sehr hübsch, leider hatte ich die Digicam nicht dabei.

Als Laie wundert man sich etwas, warum die Leute komplette PCs dort aufhängen, wo es doch eigentlich nur ein Display braucht. Vor zehn Jahren hat man doch vermutlich irgendwo ein zentrales Signal generiert und dann einfach das übertragen. Und die PC-Lösung ist vermutlich flexibler, besser für die Datenauslieferung, besser fernwartbar oder irgendsowas. Und ausserdem waren wahrscheinlich die Screens vor ein paar Jahren so teuer, dass die 1000.- für das PC-Modul ist es auch nicht mehr machten.
14.3.2006 um 07:50 von Peter Hogenkamp
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01.3.2006

Orange richtet MMS für Kunden von Swisscom ein?!

via Werbewoche-Newsletter vom 28.2.2006, Hervorhebung von mir:

Lowe Direct gewinnt Pitch um Orange Centers
Lowe Direct hat sich in mehrstufigen Auswahlvefahren gegen drei Konkurrenten durchgesetzt und gewann die gesamte Bewerbung der 46 Schweizer Orange Centers. Die Aufgabenstellung lag darin, die Kommunikationsmassnahmen für die Generierung von Store Traffic neu zu definieren, teilte Lowe am Montag mit. Lowe entwickelte deshalb enen auftritt, der sich stärker an die Brand-Welt von Orange anlehnt und andererseits auf die Positionierung des Services der Orange Centers fokussiert. Das Hauptwerbemittel, das Orange Center Magazin, wurde überarbeitet, Layout und Inhalte wurde neu definiert. Neu heisst das Magazin "Besser gleich ins Orange Center", womit ein Name gewählt wurde, der sowohl eine Aufforderung zum Handeln, als auch ein Erfüllungsversprechen transportiert. Die Orange Center Services werden zudem mit Inseraten und Plakatren beworben. Dabei kommen Aussagen wie "Da haben sie mir einfach so MMS konfiguriert, obwohl ich bei Swisscom bin" zum Einsatz, heisst es in der Mitteilung weiter. Zwei verschiedene TV-Spots werden ferner in ausgewählten Regionen zu sehen sein und auf ihre Wirksamkeit getestet werden.

Das würde mich doch etwas wundern, ehrlich gesagt. Ist ja schon Horror für die Shopleute, wenn die eigenen Kunden reinkommen und sich 20 Minuten das Handy erklären lassen, ohne etwas zu kaufen. Vor ein paar Jahren gab es mal einen Riesenaufruhr, als die Swisscom-Shops 2 Franken pro Minute verrechnen wollten, woraufhin man schleunigst zurückruderte. Und jetzt will Orange das wirklich für die Kunden der Konkurrenz machen? Oder prescht da die Kommunikation mit einem Versprechen vor, von dem die Operations-Leute nichts wissen?

Mit dem Handy kann ich es leider nicht ausprobieren, weil ich Orange-Kunde bin (weil Orange auch Zeix-Kunde ist). Vielleicht sollte ich mal mit der Mobile-Unlimited-Karte hingehen. Da hätte ich auch echten Bedarf, seit ich von UMTS auf EDGE gewechselt habe...
01.3.2006 um 09:01 von Peter Hogenkamp
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24.11.2005

M5000 am Ende des Tunnels

Orange Schweiz ist so freundlich, mir für mein Referat "Wie verändert sich das Mediennutzungsverhalten durch die neuen, digitalen Möglichkeiten?" an der kommenden Jahrestagung Telekommarkt Schweiz ein SPV M5000 zu schicken. Bei engadget leckt man sich schon die Finger danach -- endlich mal wieder was Relevantes, das es nur hier gibt.
Das ist doch mal eine Aussicht, für die es sich lohnt, noch zwei Wochen am Schreibtisch zu verbringen.
(P.S. Sorry, das hatte es dreimal gepostet, keine Ahnung wieso, ich hatte etwas Probleme mit der Verbindung zu kaywa, aber selbst wenn ich dreimal Speichern geklickt habe, hätte es ja dieselbe updaten sollen. Habe nun natürlich zwei gelöscht.)
24.11.2005 um 16:53 von Peter Hogenkamp
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16.10.2005

Videocassettenbeerdigung (englische Wörter sind irgendwie cooler)

Engadged schreibt über TiVo’s VCR funeral am Rande der New Yorker Messe Digital Life, the ultimate consumer technology & entertainment event (klingt als wäre es ähnlich ausgerichtet wie the ultimate säulirennen & schöner-euter-prämierungsevent, das parallel hier in St. Gallen stattfindet).

Die echte Ersparnis war laut TiVo-Preisliste nur $49.99, aber die Idee ist cool. Man wirft symbolisch eine alte VHS-Cassette weg und bekommt dafür einen Rabatt auf ein neues Gerät oder auf die Miete. Könnte Bluewin/Swisscom Fixnet bei der Einführung von Bluewin TV 1:1 kopieren.

Ähm, ich hätte da noch eine ganze Bananenschachtel randvoll mit alten VHS-Cassetten, mit der ich schon fünfmal umgezogen bin, ohne jemals eine einzige anzuschauen... Was gibt es dafür?
16.10.2005 um 09:40 von Peter Hogenkamp
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11.10.2005

iPod angekommen. Post-Logik trotzdem rätselhaft.

Ja, nun ist er natürlich längst da. Kam schon um halb zwölf oder so, was einerseits mein ganzes Gerede von wegen "hoffentlich heute noch!" und so etwas zur Makulatur werden liess.

Andererseits, ich finde für den Gelegenheitsnutzer das ganze Päckliwesen der Post ziemlich undurchsichtig. Vielleicht war es ja doch knapp. Sicher gibt es im Laufe des Tages eine Sprungstelle zum nächsten Morgen; keine Ahnung, wo die ist, bis wann also Pakete irgendwo eingehen müssen, damit sie noch am selben Tag ausgeliefert werden. Die Website der Post hilft unter dem Stichwort PostPac Priority (als solches wurde es versandt) nicht unbedingt weiter: K55 hätte das Ding laut dieser Liste, auf der 8006 Zürich (Schaffhauserplatz?) nicht drauf ist, bis 12 Uhr abgeben müssen. Das kann wiederum nicht sein, genauso wenig wie 16 Uhr (Deadline für Poststellen auf der Liste), denn ich habe es ja erst um halb fünf bestellt.

Hm, apropos Sendung mit der Maus (s. oben): Es gibt ein Dokument Ein Paket auf Reisen, das eine solche Tonalität hat. Dass das Paket "mit einem postgelben Fiat Ducato zur Paketbasis in St-Légier geliefert wird" ist in diesem Sinne natürlich hochinteressant, aber so richtig hilft es mir auch nicht beim Verständnis.

Der Tracker der Post sieht das Ding immer noch in Frauenfeld, auch wenn man ja auf so einem PDA-Teil unterschreibt, und ich nehme an, die Daten werden spätestens hochgeladen, wenn der Paketbote Feierabend macht, und das dürfte bald mal der Fall sein.
Update um 17:02:
11.10.2005 11:42 Zugestellt durch 9000 St. Gallen Distributionsbasis
Cool. Meine Hypothese mit dem Feierabend des Pöstlers scheint mal zu stimmen. Aber nach fünf Stunden ist doch auch irgendwie spät, oder nicht? Was, wenn ich aus dem Büro schauen will, ob das Ding schon zuhaus bei der Nachbarin abgegeben wurde, woraufhin ich in der Mittagspause nach Hause fahren würde, um es zu holen?

Fazit:
1. Was die Post einem auf der Website über Pakete erzählt und was dann wirklich rauskommt, ist zumindest für den, der nicht regelmässig Pakete verschickt und sich wahrscheinlich an der Poststelle persönlich Zusatzinfos einholt, nicht transparent.
2. Der Tracker ist nett und sicher viel besser als gar nichts (vor allem für den wichtigen Use Case: "Ist es wirklich unterwegs?", aber um wirklich in Echtzeit nützlich zu sein, hat die Post zu wenig Touchpoints und aktualisiert die Daten zu selten. Dann kann man in der Tat an meinen Zukunftsmusik-Case noch nicht denken.

PS. Mal sehen, ob ich auch noch mal was zum iPod schreibe. Die Installation von iTunes und danach dem Ding (installieren = einstöpseln) war natürlich die reine Freude, das muss ich schon zugeben, und ich hatte doch auch schon diverse MP3-Player seit dem Diamond Rio 300 mit 32 MB, 1999 oder so.

​​​​Lustig ist wirklich die Grösse. Das Gerät hatte K55 "über den Support Channel von Apple" bekommen, haben sie gesagt, es war nagelneu, aber nicht in der Originalverpackung. Was dazu führt, dass man wirklich in der Kiste ziemlich suchen muss, bis man es in einer Ritze findet.

iPod

Bildlegende, von oben nach unten:
- Päckchen
- Umverpackung iPod mit Schaumstoff, in deren Weiten sich der iPod nano verlor :-)
- iPod nano (daneben mein altes Nokia 6510, was etwa die gleiche Grundfläche hat, aber natürlich etwa dreimal dicker ist).

Irgendwie schon cool, ich geb's ja zu. Jetzt höre ich also gleich den Podcast der deutschen Tagesschau von 17 Uhr, während ich meinen Sohn von der Krippe abhole. Zum Glück kann er noch nicht denken, sein Vater spinnt, für fünf Minuten Fahrt die Kopfhörer aufzusetzen.
11.10.2005 um 17:03 von  
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11.10.2005

iPod nano bestellt

Dies ist ein vorbereitendes Posting auf das nächste Posting. Ich habe mir vorgenommen, weniger Durcheinander-Postings mit schnellen Seitenverweisen in alle Richtungen zu machen. Ich bin nicht Mark van Huisseling, und das hier ist keine Promikolumne.

Habe also gestern das erste Mal in meinem Leben privat Geld für etwas von Apple ausgegeben (beruflich habe ich immerhin über die Jahre drei PowerMacs gekauft, für zwei Firmen, ich bin also keiner mit Berührungsängsten) und einen iPod nano bestellt.

Schuld ist wie immer Andreas Göldi, der vor drei Wochen noch völlig einverstanden war, als ich sagte, Podcasting sei doch überschätzt, und selbst antwortete, ja, das sei nur etwas für Amerikaner, die jeden Tag stundenlang im Auto sitzen. Eben! Und ganz kurze Zeit später meint er nun, na ja, das sei doch ganz interessant, im Tram ein bisschen was von führenden amerikanischen VCs zu hören und so. Pah. Wendehals!

Und zum Thema Pendeln, na ja, noch sitze ich hier im Sabbatical in St. Gallen und habe gar keinen Arbeitsweg, aber bald wieder 1:40 Tür zu Tür, pro Weg, und ehrlich gesagt, auf dem Laptop rumtippen kann man ja doch nur maximal eine Stunde, wenn man überhaupt auf dem Hinweg zu nachtschlafender Zeit schon den Ehrgeiz hat, und den Rest der Zeit steht man am Bahnsteig oder an der Tramhaltestelle oder im Tram und liest im Stehen 20 Minuten.

Und wenn ich es schon ausprobieren will, dann muss ich natürlich auch die User Experience des Originals anschauen, also des Systems iTunes/iPod, denn das ist nun mal das, was heute die überwältigende Mehrheit nutzt, also wird es auch das sein, was nachfolgende Systeme massiv beeinflussen wird, wenn sie Erfolg bei den Massen haben wollen.

Da das Ding fast überall ausverkauft ist, habe ich beim sypathischen Zürcher Shop K55 bestellt, die irgendwie immer alles lieferbar haben. Nur konnte ich leider nicht sagen: Ich komme um zweivorhalbsieben schnell vorbei und hole das Ding ab, wie immer, sondern ich musste es mir schicken lassen. Dabei hasse ich nichts mehr als Warten, wenn ich mich mal für den Kauf von irgendwas entschieden habe, deswegen kaufe ich auch so ungern bei eBay Deutschland, weil man nie weiss, wie lange es in Basel am Zoll rumliegt. Aber zurück zum iPod. Das mit der Post war die elegante Überleitung zum folgenden, wiederum monothematischen Posting.
11.10.2005 um 10:49 von Peter Hogenkamp
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